15 Tage
Marokko

MAIRA

Rock around the Atlas

***
Wäre das Atlasgebirge nicht, der Atlantik würde in die Sahara schwappen. Wo blieben dann die dramatischen Schluchten, die versteckten lehmroten Berberdörfer, die Kulissen Oscar-gekrönter Hollywood-Schinken? Und was würde aus dem Abenteuer Atlasüberquerung, um nach Marrakesch zu kommen? Denk nicht drüber nach, genieß es einfach.
Reisekarte MAIRA
Reisekarte MAIRA
  • 1.

    Bewegende Reminiszenz in Ricks Café.

    Ich seh’ dir in die Augen, Kleines. Das kann nur Casablanca sein und ist es auch. Der Rest ist ebenfalls wie im Film, und wenn du für den Vergleich zwischen Reichtum von gestern und dem von heute gerüstet sein willst, beginne mit einer geführten Tour durch die Moschee Hassan II. Ein Geschenk des Volkes an seinen König, sagt er. Aber wir mussten es bezahlen, sagen die Bürger. Egal, so oder so passen 25.000 Gläubige in das edelste Gebetshaus der Welt.
  • 2.

    Die Mosaike im House of Orpheus - unvorstellbar.

    Heute Rabat, die jüngste Königsstadt und natürlich Weltkulturerbe wie alle vier deiner Reise. Der Vormittag gehört dir für das Meridische Portal, den Hassan-Turm, die Kasbah des Oudaias mit ihrem Andalusischen Garten. 800 Jahre feinste arabische Kultur. Aber dann folgt auch schon Meknès, die zweite Königsstadt, die sich Sultan Moulay Ismail als das Versailles Marokkos vorgestellt hatte. In Volubilis ließ er dafür die prachtvollsten Bauwerke einreißen, um an den Marmor zu kommen. Schweinebacke, aber superschön ist es trotzdem.
  • 3.4.

    Wenn du einmal alles vergessen hast: die Lederfärberei in Fès nicht.

    Sogar die Ruinen von Volubilis sind noch der Hit und deshalb Weltkulturerbe. Die Basilika, der Caracalla-Bogen, das Kapitol, der Tempel des Jupiter. Ein Best-of aus 2.000 Jahren Kultur. Fès, die dritte Königsstadt, ist die älteste, was auch die schönste bedeuten kann, denn hier leben in mittelalterlichen Mauern uralte Traditionen fort. In den Soukgassen wird gewebt, gefärbt, gedrechselt und geschmiedet, was das Zeug hält. Und wenn es verführerisch duftet, ist es bereits Abend und wir sitzen zu Gericht: bei köstlichen marokkanischen Spezialitäten.
  • 5.6.

    Wie die Nomaden: zugedeckt vom Sternenhimmel.

    In den Tälern des Mittleren und Hohen Atlas stehen die Uhren still. Mittendrin Midelt, vollkommen auf sich allein gestellt. Ein bisschen Landwirtschaft und die Stickereien der Franziskanerinnen in der Kasbah Myriam sichern mit Ach und Krach das Überleben. Ein Plätzchen zum Ruhen. Das könnte Merzouga mit seinen 500 Einwohnern auch sein, aber es liegt zu unserem Glück am Fuß der Dünenlandschaft Erg Chebbi. Nacht für Nacht spielt der Wind mit den 150 Meter hohen Sandbergen und pustet sie zu malerischen Bildern. Der vollendete Platz für einen Wüstenschlaf unter den Sternen der Sahara.
  • 7.8.

    Mittagessen bei Berberfrauen in der Kasbah. Why not?

    Dein Material für die nächsten zwei Tage: gutes Schuhwerk, Sonnenbrille, LSF 50, etwas Kondition, Wasser und Mut. Dann wird alles gut. 300 Meter senkrecht türmen sich im Canyon Todra Gorge die roten überhängenden Felswände auf, und der Weg hindurch richtet sich danach, wieviel Platz das Geröll freigelassen hat. Hier und dort ein Rinnsal, ein Streifen Grün, eine malerische Palmengruppe – der Rest ist Adrenalin. Lohn gibt’s auch: Übernachtung bei einer Berberfamilie. Und wenn es etwas mehr sein soll: Hamam auf Berberart wäre mal was Neues.
  • 9.10.

    Peter O’Toole, Michael Douglas, Sean Connery, Russell Crowe und heute du.

    »Lawrence von Arabien«, »Jesus von Nazareth« oder »Sodom und Gomorrha« – die ganze Riege der Sandalenfilme wurde hier gedreht, in den Stampflehm-Häusern von Ait Benhaddou, dem Hauptort des Ben-Haddou-Stammes. Es waren immer dieselben engen Gassen, die nur Sonne abbekommen, wenn sie senkrecht drübersteht. Nur die Arena vor den Toren wurde von Film zu Film umgebaut, damit es nicht so auffiel. Gedreht wird nur noch selten, zuletzt »Game of Thrones«, aber in Ouarzazate stehen noch die Atlas Studios und die Poster zeugen von goldenen Oscar-Zeiten. Für uns wird es Zeit, wieder in zivilere Gegenden zu kommen. Wie wär’s mit Essaouira, der weißen Perle am Atlantik? Gute Wahl.
  • 11.12.

    Man muss kein Künstler sein für Essaouira. Lebenskünstler tut’s auch.

    Leicht verschlafen, aber blendend weiß, inklusive der 5.000 Möwen über den Netze flickenden Fischern. Und hinter dem gewaltigen Stadttor von Essaouira die schmalen Gassen voll buntem Tand, die Möbelwerkstätten, die Läden und Cafés der alten Medina, wo schon Jimi Hendrix ein Tässchen Arabica getrunken hat. Oder war es Hanftee? Egal, ist jedenfalls Weltkulturerbe geworden. Was eine Berbermassage eigentlich auch verdient hätte.
  • 13.14.15.

    Was sollen wir zu Marrakesch sagen? Halte durch!

    Finale in Marrakesch. Mit Schlangenbeschwörern, Schneckenköchen, Wahrsagern, Gebissverkäufern, Geschichtenerzählern, Feuerschluckern und Trommlern. Sie verwandeln den Djemaa-el-Fna-Platz und seine ungezählten Imbissstände in einen ohrenbetäubenden Jahrmarkt. Täglich ab 16 Uhr und nahtlos durch, bis es wieder hell wird. Na dann: gute Nacht und bis morgen. Dazwischen hast du die Qual der Wahl und wirst Prioritäten setzen müssen. Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent, Marrakesch per Bike, Felsenwüste per Quad, Hamam im Luxus-Spa und so weiter. 19 Highlights insgesamt. Aber wenn du uns fragst, gehe durch die dicken Mauern der Medina in den Souk der 250 Handwerker und betrete eine Welt, die dir den Atem nimmt. Und wenn du die Trommeln hörst: Same procedure as yesterday. Genau wie bei YOLO. Immer wieder.

Enthalten in dieser Reise

  • Abenteuerreise mit maximal 16 internationalen Teilnehmern (Der Altersdurchschnitt ist auf dieser Reise erfahrungsgemäß höher als bei anderen Reisen!)
  • Jede Reise findet statt
  • Englisch sprechender, einheimischer Guide in internationaler Reisegruppe
  • Unterkunft: 10 x Hotel, 1 x Wüstencamp, 1 x Gite, 2 x Riad
  • Transport: privates Fahrzeug, Zug, Taxi, Reiseminibus, öffentlicher Bus
  • Mahlzeiten: täglich Frühstück, 3 x Mittagessen, 4 x Abendessen
  • Aktivitäten laut Tagesprogramm
  • EIntrittsgelder
  • 100 m² Regenwald 4 you (Jedem Gast schenken wir im Regenwald von Ecuador ein Grundstück, das Jahr für Jahr den CO2-Ausstoß seiner Reise kompensiert. Eingetragen auf seinen Namen und auf ewig seins.)
  • Highlights: Die Aussicht vom Atlasgebirge. Die verwinkelten Souks von Marrakesch. Das mittelalterliche Flair Essaouiras. Die beeindruckende Todra Gorge. Eine Nacht in den Dünen der Sahara.
  • Rail&Fly inkludiert bei allen Buchungen mit Flug

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Wäre das Atlasgebirge nicht, der Atlantik würde in die Sahara schwappen. Wo blieben dann die dramatischen Schluchten, die versteckten lehmroten Berberdörfer, ...