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15 Tage
Marokko

Rock around the Atlas

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Wäre das Atlasgebirge nicht, der Atlantik würde in die Sahara schwappen. Wo blieben dann die dramatischen Schluchten, die versteckten lehmroten Berberdörfer, die Kulissen Oscar-gekrönter Hollywood-Schinken? Und was würde aus dem Abenteuer Atlasüberquerung, um nach Marrakesch zu kommen? Denk nicht drüber nach, genieß es einfach.
Reisekarte »Rock around the Atlas«
Reisekarte »Rock around the Atlas«
  • 1.

    Ich schau dir in die Augen, Kleines. Tränenreiche Reminiszenz in Ricks Café.

    Vier historische Königsstädte überstrahlen die Geschichte Marokkos und alle vier sind Teil dieser Reise. Morgen schon kommt die erste, Rabat, da übernimmt Casablanca die Rolle der Ouvertüre. Einen Vorgeschmack auf das märchenhafte Leben, das dir in den nächsten Tagen noch oft begegnen wird, findest du in der alten Medina. Aber wenn du für den Vergleich zwischen dem Reichtum von gestern und dem von heute gerüstet sein willst, beginne mit unserem Vorschlag einer geführten Tour durch die Moschee Hassan II. Ein Geschenk des Volkes an seinen König. Sagt er. Aber wir mussten es bezahlen, sagen die Bürger. Egal, so oder so passen 25.000 Gläubige in das edelste Gebetshaus der Welt.
  • 2.

    Die Mosaiken im House of Orpheus - unvorstellbar, bis du sie gesehen hast.

    Nun also Rabat, unsere erste Königsstadt. Die jüngste und natürlich Weltkulturerbe wie alle vier. Der Vormittag gehört dir für das Meridische Portal, den Hassan-Turm, die Kasbah des Oudaias mit ihrem Andalusischen Garten. 800 Jahre feinste arabische Kultur. Aber dann folgt auch schon Meknès, die zweite Königsstadt, die sich Sultan Moulay Ismail als das Versailles Marokkos vorgestellt hatte. In Volubilis, das erst morgen an der Reihe ist, ließ er dafür die prachtvollsten Bauwerke einreißen und nahm den Marmor mit. Schweinebacke, aber zur damaligen Zeit durchaus üblich, und was dich angeht, ein besonderes Glück. In Form eines traumhaften Souks und des Stadttores Bab Mansour bis hin zum Königspalast. Im Grunde eigentlich alles.
  • 3.4.

    Wenn du einmal alles vergessen hast: die Lederfärberei in Fès nicht.

    Sogar die Reste von Volubilis sind noch der Hit und deshalb Weltkulturerbe. Die Basilika, der Caracalla-Bogen, das Kapitol, der Tempel des Jupiter. Ein Monument wie das andere ein Best-of aus 2.000 Jahren Kultur. Sachkundig geführt, denn so bewegt es dich am intensivsten. Fès, die dritte Königsstadt, ist die älteste, was auch die schönste bedeuten kann, denn hier leben in uralten Mauern uralte Traditionen fort. In den mittelalterlichen Soukgassen wird wie vor Hunderten Jahren gewebt, gefärbt, getöpfert, gedrechselt, geschmiedet und gehandelt, was das Zeug hält. Und zwischendrin grillt Mohammed Hammelhack, dass du die Hand vor Augen nicht siehst. Das haben wir für den Abend anders organisiert, beim rauchlosen Gemeinschaftsdinner mit köstlichen marokkanischen Spezialitäten.
  • 5.6.

    Wie die Nomaden: zugedeckt vom Sternenhimmel.

    Solltest du ein paar Brocken Arabisch können, hier helfen sie dir nicht. Denn in den Tälern des Mittleren und Hohen Atlas dominieren die Berberdialekte. Mittendrin Midelt, umzingelt von Zedernwäldern und auf sich allein gestellt. Ein bisschen nachhaltige Landwirtschaft und die Stickereien der Franziskanerinnen in der Kasbah Myriam sichern mit Ach und Krach die Lebensgrundlage. Ein Plätzchen zum Ruhen. Das könnte Merzouga mit seinen 500 Einwohnern auch sein, aber es liegt zu unserem Glück am Fuß der Dünenlandschaft Erg Chebbi. Nacht für Nacht spielt der Wind mit den 150 Meter hohen Sandbergen und pustet sie zu neuen malerischen Bildern. Der vollendete Platz für einen Wüstenschlaf unter den Sternen der Sahara.
  • 7.8.

    Mittagessen bei Berberfrauen in der Kasbah. Why not?

    Dein Material für die nächsten zwei Tage: gutes Schuhwerk, Sonnenbrille, Sonnencreme, etwas Kondition, Wasser und eine Portion Mut. Dann wird alles gut. Sag deinem Guide: »Ich will«, dann erwartet dich der spektakuläre Canyon Todra Gorge. 300 Meter senkrecht türmen sich die roten überhängenden Felswände auf, und der Weg hindurch – wenn man ihn noch Weg nennen kann – richtet sich danach, wie viel Platz das Geröll freigelassen hat. Hier und dort ein Rinnsal, ein Streifen Grün, eine malerische Palmengruppe – der Rest ist Adrenalin. Lohn gibt’s auch: Übernachtung mit Familienanschluss in einem traditionellen Berberhaus. Und wenn es etwas mehr sein soll: Hamam auf Berberart.
  • 9.10.

    Peter O’Toole, Michael Douglas, Sean Connery, Russell Crowe und heute du.

    »Lawrence von Arabien«, »Jesus von Nazareth« oder »Sodom und Gomorrha« – die ganze Riege weltberühmter Sandalenfilme wurde hier gedreht, in den Stampflehm-Häusern von Ait Benhaddou, dem Hauptort des Ben-Haddou-Stammes. Es waren immer derselbe Hügel, immer dieselben engen Gassen, die nur Sonne abbekommen, wenn sie senkrecht darüber steht. Nur die Arena vor den Toren wurde von Film zu Film neu gebaut, damit es nicht gar so auffiel. Tempi passati, gedreht wird nur noch selten, zuletzt »Game of Thrones«, aber in Ouarzazate stehen dir noch die Atlas Studios offen, und die Poster an den Wänden zeugen von großen Zeiten. So viel aus dem Atlas-Gebirge, es wird Zeit, wieder in zivilere Gegenden zu kommen. Wie wär’s mit Essaouira, der weißen Perle am Atlantik? Gute Wahl, aber der abenteuerliche Pass Tizi n’Tichka liegt dazwischen und Aroumd etwa in der Mitte. Letzte Gelegenheit für eine Wanderung im Hohen Atlas. Wie, keine Lust? Dann löhne 50 Dirham und reite auf dem Muli durch das imaginäre Stadttor.
  • 11.12.

    Man muss kein Künstler sein für Essaouira. Lebenskünstler tut’s auch.

    Wie gesagt: Essaouira. Leicht verschlafen, aber blendend weiß, inklusive der 5.000 Möwen über den Netze flickenden Fischern. Und hinter dem gewaltigen Stadttor, am Ende der schmalen Gassen mit den bunten Tüchern und dem Kunsthandwerk, die Läden und Cafés der alten Medina, wo schon Jimi Hendrix ein Tässchen Arabica getrunken hat. Oder war es ein Hanftee? Egal, jedenfalls Weltkulturerbe. Dein Tourguide macht die Runde mit dir, aber du hättest auch ohne ihn dein Lieblingsplätzchen gefunden. Nur im Hamam oder für eine Berbermassage klopf vorher bitte an.
  • 13.14.15.

    Was sollen wir zu Marrakesch sagen? Halte durch!

    Finale in Marrakesch. Mit Schlangenbeschwörern, Schneckenköchen, Wahrsagern, Gebissverkäufern, Geschichtenerzählern, Feuerschluckern und Trommlern. Sie verwandeln den Djemaa-el-Fna-Platz und seine ungezählten Imbissstände in einen ohrenbetäubenden Jahrmarkt. Täglich ab 16 Uhr und nahtlos durch, bis es wieder hell wird. Na dann: gute Nacht und bis morgen. Dazwischen hast du die Qual der Wahl und wirst Prioritäten setzen müssen, denn die optionalen Möglichkeiten würden allein für 15 Tage reichen. Der Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent, Marrakesch per Bike, Felsenwüste per Quad, Hamam im Luxus-Spa und so weiter. 19 Highlights insgesamt. Aber wenn du uns fragst, gehe durch die dicken Mauern der Medina in den Souk der 250 Handwerker und betrete eine Welt, die dir den Atem nimmt. Und wenn du die Trommeln hörst: Same procedure as yesterday. Genau wie bei YOLO. Immer wieder.

Enthalten in dieser Reise

  • Abenteuerreise mit maximal 16 Teilnehmern
  • Durchführungsgarantie aller Termine
  • Englisch sprechende Reiseleitung in internationaler Reisegruppe
  • Unterkunft: 8 x Hotel, 2 x Pension, 1 x Wüstencamp, 1 x Gite, 2 x Riad
  • Transport: privates Fahrzeug, Zug, Taxi, Reiseminibus, öffentlicher Bus
  • Mahlzeiten: täglich Frühstück, 2 x Mittagessen, 4 x Abendessen
  • Aktivitäten laut Tagesprogramm
  • EIntrittsgelder
  • 100 m² Regenwald 4 you (Jedem Gast schenken wir im Regenwald von Ecuador ein Grundstück, das Jahr für Jahr den CO2-Ausstoß seiner Reise kompensiert. Eingetragen auf seinen Namen und auf ewig seins.)
  • Highlights: Die Aussicht vom Atlasgebirge. Die verwinkelten Souks von Marrakesch. Das mittelalterliche Flair Essaouiras. Die beeindruckende Todra Gorge. Eine Nacht in den Dünen der Sahara.

Termine

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Wäre das Atlasgebirge nicht, der Atlantik würde in die Sahara schwappen. Wo blieben dann die dramatischen Schluchten, die versteckten lehmroten Berberdörfer, ...