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Kuba

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High Fidelity at Fidel’s

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Eigentlich müsste man Fidel dankbar sein, dass er mit eiserner Hand die Zeit angehalten hat. Was wäre sonst mit dem morbiden Charme, der aus allen Ritzen quillt? Den Straßenkreuzer-Dinos in Dottergelb und Babyblau? Wo der ganze Flitter, der mit leicht bekleidetem Lächeln alle Existenzsorgen hinwegfegt? Sei einfach happy. Über Fidel und diese Reise.
Reisekarte »High Fidelity at Fidel’s«
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15 Tage
1 bis 16 Teilnehmer
ab 1.819
22,7 m2 Regenwald
Reisekarte »High Fidelity at Fidel’s«
  • 1.2.
    Wir hoffen inständig, dass du nicht farbenblind bist. Denn dass die Altstadt von Havanna durchweg Weltkulturerbe ist, kommt eigentlich erst nach dem ersten Eindruck von der kubanischen Hauptstadt. Und der ist bunt, knallbunt. Doch das gilt, wie du schnell feststellen wirst, nicht allein für das allgegenwärtige Kolorit von Babyrosa bis Mintgrün, das weder vor bröckelnden Fassaden noch vor Heckflossen-Karossen aus dem automobilen Urknall haltmacht. Farbe, je schöner, desto quietsch, ist in Havanna eine Lebenseinstellung, ein Haltegriff gegen die Trostlosigkeit der vergangenen Jahrzehnte. Die fidele Antwort der Kubaner auf Fidel Castro. Dein Spagat hier und heute hat historische Dimensionen: mit einem Bein im kolonialen Farbrestetopf, mit dem anderen auf der Autobahn in die Neuzeit. Genieße das, solange es noch geht: den Palast der Generalkapitäne, die Plaza de Armas, El Templete und Hemingways »La Bodeguita«, die Avenida de los Presidentes, die Quinta Avenida und den berühmten Malecón, sobald die Sonne der Nacht aufgegangen ist.
    Du fällst aus allen Wolken, dabei sind hier gar keine.
  • 3.

    Che Guevara, die Legende. Erfolgreichster Revolutionär. 1967 verwundet, gefangen genommen, erschossen, (angeblich) eingeäschert. Nach Jahrzehnten wurde in Bolivien sein Skelett gefunden. Überführt nach Kuba und am Ort seines größten Triumphes beigesetzt: in Santa Clara, mit Denkmal und beeindruckendem Mausoleum. Eine Stippvisite. Danach eine andere Art von Weltkulturerbe: Cienfuegos, die »Perle des Südens«. Christoph Kolumbus war ganz aus dem Häuschen, als er hier erstmals an Land ging. Seither ist Cienfuegos von Jahrhundert zu Jahrhundert schöner geworden und geradezu weltberühmt, seit der große Caruso im Teatro Tomás Terry mit seinem unvergleichlichen Tenor die Massen beseelte.

    Mit ihm änderte sich alles: Che Guevara. Der lebt noch. Im Museum.
  • 4.5.6.
    Nahtlos von einem Weltkulturerbe ins nächste zu stolpern, wäre dem einen wie dem anderen nicht angemessen. Eine kleine Distanz, ein Reset der Gefühle hilft, um für den nächsten Ansturm gewappnet zu sein. Ähnlich, wie Weintester ein Stück Brot essen, um sich für das nächste Geschmackserlebnis zu neutralisieren. Nur essen wir kein Brot, wir nehmen einen Happen legendäre Karibikküste in den Farben, die man aus Bildbänden kennt. Dann kommt Trinidad, das ehemalige Reich der Zuckerbarone. Was aus der Blütezeit des Sklavenhandels blieb, sind die Paläste und das Flair der Kolonialzeit, das sich nahezu unverändert auf der Plaza Mayor verewigt hat. Drei Tage in diesem zauberhaften Geschichtsbuch sind eigentlich zu wenig, zumal der Karibikstrand dauernd ruft, und da ist noch das Lebensgefühl der Kubaner, das ohne Mambo, Cha-Cha-Cha und Rumba nicht vorstellbar ist. Probier mal, wir haben zur Einstimmung eine Salsastunde für dich gebucht. Und einen Schnellkurs in Spanisch, damit du den Tanz nicht für eine Chilisauce hältst.
    Was man mit Zucker anstellen kann, ist wahrlich zucker.
  • 7.8.
    Eigentlich hatten wir noch ein bisschen an den Stränden des Karibischen Meeres bleiben wollen, aber das heutige Camagüey war so attraktiv, dass es mehrfach von Piraten überfallen wurde. Ob der berühmten Tinajones wegen (Vorsicht beim Googeln: Tina Jones ist es nicht!), damit sie ausreichend Bunkerkapazität für ihre Rumkontingente hatten, weiß niemand mehr so genau. Jedenfalls waren die Einwohner es leid, regelmäßig verprügelt zu werden, und verlegten die Stadt in zwei Etappen landeinwärts. Leider blieb das Meer bis heute, wo es war. Die Tinajones aber – dicke fette Tontöpfe zur Dekoration von Eingängen und Innenhöfen – haben zusammen mit den absichtlich verwirrend angelegten Gassen wesentlich dazu beigetragen, dass Camagüey Weltkulturerbe und piratenfrei wurde. Wir können dir also eine gefahrlose Gassen-Kreuzfahrt mit dem Bike versprechen.
    Einen heiligen Moment innehalten: in der Iglesia de Nuestra Señora de la Soledad.
  • 9. 10.
    Alle Lebenslust, das ganze Temperament, das rausmuss, entlädt sich in Santiago de Cuba. Das heißeste Pflaster der Insel, die Wiege des Son Cubano aus afrikanischen Trommelrhythmen und spanischer Gitarrenmusik. Auch mal mitklimpern? Die Gelegenheit ist günstig: Musikunterricht oder Tanzstunde, beides geht, und wenn es auch nicht gleich für DSDS reicht, so doch für ein profundes Urteil über den hohen Grad der Kunst im Cabaret Tropicana, sofern du die Nacht nicht auf andere Weise nutzen willst. Immerhin trägt Santiago den von Fidel Castro verliehenen Ehrentitel »Heldenstadt der Republik Kuba«. Was die Helden sonst noch treiben, offenbart sich bei unserer Halbtagestour durch die City, und wenn dir der Pool deines Hotels danach näher steht als Kathedralen und Denkmäler zu Ehren der kubanischen Revolution, hätten wir durchaus Verständnis. Kostet aber fünf Kubanische Pesos, der Abschied vom Sozialismus ist schließlich teuer erkauft.
    Eintrittsgeld für den Hotelpool? Logisch, du hilfst, ein tolles Land aufzurichten.
  • 11.12.
    Unsere letzte Etappe führt uns entlang der spektakulären Atlantikküste ans Ende der Insel und über den gewundenen Bergpass auf die andere Seite nach Baracoa. Hier, wo Christoph Kolumbus 1492 zum ersten Mal kubanischen Boden betrat, entstand ab 1511 folgerichtig die älteste spanische Siedlung. Noch folgerichtiger ist die monumentale Statue, die an Christoph Kolumbus erinnert. »Ich habe keinen schöneren Ort gesehen«, soll er gesagt haben, worüber du dir bei unserem Stadtrundgang deine eigene Meinung bilden kannst. Auch schön: das Weltnaturerbe Alexander-von-Humboldt-Nationalpark, Höhlenwanderung oder Regenwald-Expedition, Playa Maguana, die Wasserfälle am El Yunque. Idealerweise tagsüber, denn nachts läuft in den Bars und Clubs ein anderes Programm.
    Mach es wie die Kubaner seit eh und je: Feel free and enjoy.
  • 13.14.15.
    So viel wie möglich noch ein bisschen von Havanna sehen. Dafür müssen wir den Flieger nehmen. Folge deinem Herzen oder deinen Augen, und wenn du noch einen Tipp von uns haben möchtest: Im Open-Air-Cabaret Tropicana führen dich über 150 Artisten und Showgirls durch die vibrierenden Epochen von Bolero, Mambo und Cha-Cha-Cha bis zum modernen Salsa. Versuch dein Glück, denn du bist nicht der Einzige, der es erleben will. Und falls nicht, nimm einen Mojito oder zwei oder drei und freue dich über die Einzigartigkeit deiner YOLO-Reise.

Enthalten in dieser Reise

  • Abenteuerreise mit maximal 16 Teilnehmern
  • Durchführungsgarantie
  • Englisch sprechende Reiseleitung in internationaler Reisegruppe
  • Unterkunft: 14 x Pension
  • Transport: Minibus, Bus, Flugzeug
  • Mahlzeiten: 14 x Frühstück, 1 x Mittagessen
  • 22,7 Regenwald 4 you
  • Aktivitäten: Per Bike durch Camagüey. Salsa tanzen. Spanisch lernen. Halbtagestour durch Santiago de Cuba.
Tagesprogramm als PDF
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649 €
Eigentlich müsste man Fidel dankbar sein, dass er mit eiserner Hand die Zeit angehalten hat. Was wäre sonst mit dem morbiden Charme, der aus ...