Reise- und Terminsuche

14 Tage
Kuba

Wann, wenn nicht jetzt?

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Man sollte Fidel dankbar sein, dass er die Zeit angehalten hat. Auf welchen Schrottplätzen lägen sonst die Straßenkreuzer-Dinos in Altrosa und Babyblau? Wo wäre der leichtbekleidete Flitter, der mit einem Lächeln alle Existenzsorgen hinwegfegt? Ein bisschen Rum, ein bisschen Rauch, ein bisschen Ruch. Was ist schon dabei?
Reiseroute
Reiseroute
  • 1.

    WENN ES DIE SCHÖNE ALTE ZEIT JEMALS GEGEBEN HAT, DANN HAT SIE SICH HIERHIN VERKROCHEN.

    Vielleicht ist Kuba schon bald nicht mehr das Kuba von heute. Oder besser: das Kuba von gestern, denn die Öffnung des Landes bedeutet Veränderung. Und wer weiß: Dann landen die klappernden bonbonfarbenen Straßenkreuzer möglicherweise auf dem Schrottplatz der Geschichte, und das wäre wie vieles Andere ein Jammer. Also: wenn Kuba, dann jetzt. Mit dem ganzen Flair und dem maroden Charme des Unwiederbringlichen. Wenn du in Havanna ankommst, warten ein Fahrrad und ein Minibus auf dich. Nur deine Füße für Wanderungen durch ein berauschendes karibisches Paradies bringe bitte selbst mit.
  • 2.3.

    HI ERNEST, WIE GEHT’S? LASS UNS EINEN TRINKEN AUF ALTE ZEITEN.

    Kuba und Rum, das ist eine unendliche Liebesgeschichte. Und wenn Ernest Hemingway sein Boot damit vollpackte, um auf Saufpatrouille zu gehen, kam meist ein literarisches Meisterwerk dabei raus. Wir sehen in seiner Lieblingsbar »La Bodeguita del Medio« mal nach dem Rechten, genehmigen uns einen, und sind dann bestens gerüstet für das alte Havanna, das Blätterwerk seiner irren Fassadenfarben, die Prachtbauten aus kolonialen Hochzeiten und – weil man auf einem Bein nicht stehen kann – das berühmte Rummuseum. Das macht ganz nebenbei die Beine locker für einen Tanzworkshop, bei dem du garantiert keinen langsamen Walzer lernst. Und du wärst nicht in Havanna gewesen, wenn wir dir keine freie Zeit für den Malecón eingeplant hätten. Der Strip, auf dem das wahre Leben tobt. Und nachts sowieso doppelt.
  • 4.

    UND ROLLT UND ROLLT. UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND, DANN ROLLEN SIE AUCH MORGEN NOCH.

    Wenn wir schon mit einem Laster begonnen haben, dann auch richtig, denn mehr noch als für Rum ist Kuba ein Eldorado der königlichen Stumpen aus der Tabakprovinz Pinar del Río. Handgerollt seit Generationen, verlesen, fermentiert, geschnitten, gepresst, gestreichelt und hinter Kumuluswolken blauen Dunstes von gestandenen Frauen zu Longfillern gedreht, deren Format eigentlich in Karat gemessen gehört. Wir raten dir, in der Tabakfabrik genau hinzuschauen, denn im anschließenden Workshop zeigen wir dir, wie man eine »Habano« dreht.
  • 5.6.

    ES IST EIN GERÜCHT, DASS ES BEI EINEM TABAKBAUERN ZUM MITTAG COROJO-RATATOUILLE GIBT.

    Als »Kulturlandschaft der Menschheit« hat die UNESCO das Viñales-Tal geadelt und was sollen wir da noch hinzufügen? Es ist zweifellos die schönste Landschaft im Orgelpfeifengebirge Kubas und wie, wenn nicht auf Schusters Rappen, lässt sie sich am intensivsten erleben? Was übrigens auch für unser Mittagessen bei einem Tabakbauern gilt. Dann aber offenbart sich die ganze geografische Herrlichkeit der Insel: Gestern noch in malerischen Berglandschaften, heute mit dem Fahrrad an die Küste. Wo sich die Palmen vor deiner Ankunft verneigen und ein türkisgrünes Gekräusel sanft auf den wollweißen Strand schwappt, da ist die erlauchte Winzigkeit der Insel Cayo Jutias. Lass es dir gut gehen.
  • 7.8.

    NUN ZEIGE DEINEM RAD, WOZU 1 MS IM STANDE IST.

    Falls du gedenkst, wieder aufzutauchen, schaut dich dein Rad erwartungsvoll an. Nimm Platz, es führt dich auf einer zweitägigen Tour durch den dünn besiedelten Westen, immer den Palmen nach durch Dörfer und Zedernwälder bis San Diego de los Baños. Hier eine Finca, dort eine Siedlung ohne Namen und weit und breit kein Verkehr, das ist der abgelegene Teil von Kuba, der noch von keinen Investoren ausgelotet wurde und wo in zauberhafter Landschaft die Paradiesvogel-Orchidee wächst. Am Nachmittag des zweiten Tages hat dein Drahtesel Pause, ihr habt es bis nach Soroa in der Sierra de Rosario geschafft, wo sich in unberührter Natur ein Wasserfall 20 Meter tief in einen einladenden Naturpool stürzt. Nennt sich Salto de Soroa. Wie wär’s mit einem Sprung vor lauter Freude? Aber bitte ohne Fahrrad.
  • 9.

    WENN DU NEIDGEFÜHLE WECKEN WILLST, POSTE EIN FOTO VON HIER NACH HAUSE.

    Wir fahren bzw. lassen fahren, denn einen Fahrrad-Trip nach Cienfuegos wollen wir deinem Sitzfleisch nicht zumuten. Also kommst du entspannt wie einst die alten Seefahrer an der Stelle an, wo sie vor Begeisterung erst auf die Knie und dann im Sand versunken sind. »Perle des Südens« wird das koloniale Schmuckstück genannt, und weil die wertvollsten Schmuckstücke meist klein sind, zieht es uns am Nachmittag noch nach Trinidad, zu Lebenslust, Livemusik und Mojito satt.
  • 10.

    MITTERNACHT IN TRINIDAD IST EIN ORT ZUM TRÄUMEN. TANZEN, BIS DIE SCHWARTE KRACHT, UNTER MANGOBÄUMEN.

    Welch eine Geschichte. 1514 von den spanischen Eroberern gegründet. Nach erfolgloser Goldsuche steile Karriere als Schmugglernest. Dreimal von Piraten geplündert. Neustart mit Zuckerrohr (Rum-Grundstoff!). Ende der Blütezeit wegen der Zuckerrübe. Dornröschenschlaf. 1988 von der UNESCO wachgeküsst und aufgrund seiner kolonialen Pracht zusammen mit dem Valle de los Ingenios zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Und heute bist du hier, in Trinidad. Zum Schwärmen auf der Plaza Mayor, für ein kreolisches Mittagessen, für Cocktails und ein nächtliches Tänzchen unter freiem Himmel.
  • 11.

    LIEBER MALER MALE MIR, MALE MIR EIN BILD VON HIER.

    Menschen sind in der Bilderbuchlandschaft der Sierra del Escambray eigentlich nur Störfaktor. Allenfalls vorstellbar wie versprenkelte Kühe auf den malerischen Almwiesen des Allgäus. Hier allerdings mit mehr Palmen und umspült von dem Zauberwasser der Karibik. Man kann gar nicht anders als laufen, um sich schrittweise an dieser Idylle zu ergötzen. Das bleibt auch am Abend so, wenn wir die Casa de la Gallega für eine rauschhafte Nacht im Wald erreicht haben.
  • 12.

    WAS KANN MAN MIT 40 MILLIONEN DOLLAR MACHEN? FLIEHEN.

    Wer weiß, was aus Kuba geworden wäre, hätte Che Guevara nicht seinen Kampf der kubanischen Revolution zum Erfolg geführt. Nach dem Sieg der Rebellen über die von den USA unterstützte Regierungsarmee, blieb Diktator Batista keine andere Wahl, als die Beine unter den Arm zu nehmen. Immerhin hat er noch 40 Millionen Dollar einpacken können. Hier, in Santa Clara, fand der Showdown statt, und Che ist immer noch der Nationalheld schlechthin, mit Denkmal, Gedenkplatz, Museum und Mausoleum. Apropos Mausoleum: Wir finden, du hast nun genug erlebt und darfst dich ohne Gewissensbisse im butterweichen Sand der Nordküste zur Ruhe betten.
  • 13.14.

    ALLES STEHEN UND DICH FALLEN LASSEN. DAS IST GEMEINT, WENN MAN VON EINEM HAPPY END SPRICHT.

    Varadero heißt das Zauberwort. Und zauberhaft sollen die letzten Stunden deiner Reise sein. Du brauchst diesmal nichts zu tun, steckst deine Füße in den Sand und lässt dir bonbonfarbene Cocktails bringen. Aber richte dich testweise mal auf, damit du beizeiten den Übergang vom Labsal zur Lähmung mitbekommst. Denn am Abend, in der karibischen Nacht, kannst du dir keine Aussetzer leisten. Da zählt der Rhythmus, bei dem du mit musst. Wie bei jeder YOLO-Reise in den Herzschlag einer fremden Kultur.

Enthalten in dieser Reise

  • Abenteuerreise mit maximal 16 Teilnehmern
  • Durchführungsgarantie ab 6 Teilnehmern
  • Deutsch sprechender, einheimischer Guide in internationaler Reisegruppe
  • Unterkunft: 4 x Hotel, 1 x Hacienda, 7 x Casas Particulares, 1 x Zelt
  • Transport: Reiseminibus, Fahrrad
  • Mahlzeiten: täglich Frühstück, 5 x Mittagessen, 3 x Abendessen, 2 x All-inclusive
  • Aktivitäten laut Tagesprogramm
  • Nationalparkgebühren & Eintrittsgelder
  • Einreisekarte (Visum)
  • 100 m² Regenwald 4 you (Jedem Gast schenken wir im Regenwald von Ecuador ein Grundstück, das Jahr für Jahr den CO2-Ausstoß seiner Reise kompensiert. Eingetragen auf seinen Namen und auf ewig seins.)
  • Highlights: Auf den Spuren von Hemmingway in der Altstadt von Havanna. Tanzworkshop – vamos a bailar! Hoch zu Ross über die Tabak-Farm. Per pedes und Fahrrad durch das Viñales-Tal. Die weißen Strände der Isla Cayo Jutias. Juwelen der Kolonialzeit: Cienfuegos und Trinidad. Die phantastische Natur der Sierra del Escambray und du mittendrin. Der Kult um »Che«. Finale am Strand von Varadero.

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