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Mongolei

Im ersten Moment klingt Mongolei mehr nach Verbannung denn Sensation. Aber das täuscht gewaltig. Spätestens, wenn du die ersten Gebetsmühlen drehst und vergebens in deinen Erinnerungen kramst, wo du derart spektakukäre Landschaften und Farben schon mal gesehen hast, weißt du, was ein Abenteuer ist. Ein bisschen Dschingis Khan-Feeling gehört natürlich  auch dazu, wenngleich wir keine Juchten- Dörfer überfallen. Schon deshalb nicht, weil wir als Freunde gehen wollen.

Mehr über Mongolei

Den Naturgewalten und dem rauen Klima absolut ausgeliefert sein und dabei liebenswürdigsten Menschen begegnen, auf den Spuren des gefürchteten Dschingis Khan wandeln, in den Jurten der Nomaden viel Tee trinken. Das erwartet dich auf deine Mongolei Reise.

 

In die Mongolei reisen heißt wirklich viel reisen, denn das Land ist groß, die Entfernungen riesig. Das aus 21 Provinzen bestehende Land erstreckt sich über drei Zeitzonen, ist zwar fünfmal so groß wie Deutschland, hat aber nur 3 Millionen Einwohner. Damit ist der zwischen Russland und China gelegene Staat der am dünnsten besiedeltste auf der Welt. Fast die Hälfte der Mongolen leben in der Hauptstadt Ulaanbaatar, auch Ulan Bator.

Karge Böden und lange Winter machen es den Menschen schwer, Ackerbau zu betreiben. Hochgebirge, Wüsten und Steppen führten seit alters her zu Viehwirtschaft. Stolz blicken die nomadisch lebenden Familien auf ihre großen Herden, auf Schafe, Ziegen, Rinder, Kamele und Pferde, die ihnen den Lebensunterhalt sichern.

Eine Nacht in der Jurte

Neben Mongolen leben hier auch Angehörige verschiedener Turkvölker, wie Kasachen und Tuwiner. Der Anteil der einst zugewanderten Russen hat nach der Demokratisierung mit Beginn der 90er Jahre stark abgenommen. Falls du die chalcha-mongolische Sprache auf der Mongolei Reise nicht beherrschst, auch nicht so schlimm, die älteren Menschen dort sprechen russisch, die jüngeren lernen englisch in der Schule und auch deutsch können einige.  

Die Mehrheit der Einwohner sind Buddhisten mit schamanistischen Traditionen, die heute wieder aufleben. Steinhaufen an Wegkreuzungen, bei denen jeder Vorbeikommende einen Stein zufügt und ein Gebet spricht, sind häufig zu sehen. In der Sowjetzeit wurden zwar viele Tempelanlagen zerstört, aber es gibt noch einige, auch für Touristen zugängliche, Klöster. Wunderschön ist das Amarbayasgalant-Kloster in der Gebirgssteppe der Selenge. Und wer es dann nicht mehr zurückschafft, kann dort in Jurten übernachten. So wie eigentlich überall auf der Mongolei Reise.

Nach Dinoknochen suchen

Für Menschen, die in die Mongolei reisen, hält die unendliche Weite der Natur Ziele bereit, die man nie mehr vergisst. Dazu gehört zum Beispiel der Gurvan-Saichan-Nationalpark, mit einer der weltweit größten Fundstätten von Dinosaurierknochen.

Die Steppen bieten Lebensraum für Saigas, Yaks, Wölfe, Iltisse. Das schon ausgestorbene Przewalski-Pferd wurde hier wieder ausgewildert. In den Gebirgen leben Wildziegen und Gazellen, Hermeline, Schneehasen, Schneeleoparden. Und in der Wüste Gobi gibt es den stark bedrohten Gobibär. Vielleicht siehst du sie alle auf deiner Mongolei Reise?

Die Temperaturen schwanken ungewöhnlich stark, von – 40 Grad im Winter bis + 40 Grad im Sommer, da solltest du entsprechende Ausrüstung auf deiner Reise dabeihaben. Auch zwischen Tag und Nacht können die Unterschiede schon mal um 35 Grad betragen. Auf Sand- und Hagelstürme in der Wüste sollte man gefasst sein. Aber keine Sorge: Zu Zeiten extremer Kälte wird dich YOLO Reisen nicht in diese Region schicken.

Großkhan aller Mongolen

Wer kennt ihn nicht? Den Namen schon, aber so ganz genau…? Dschingis Khan gründete 1206 das Mongolische Reich, das er durch Eroberungen von Asien bis nach Europa ausdehnte und damit zum größten zusammenhängenden Imperium der Menschheit machte. Die kriegerischen Erfolge seiner mächtigen Armee sorgten für seinen zweifelhaften Ruhm bis heute.

Die Geschichte der Mongolei führt weit zurück. Ausgrabungen in der Gobi förderten Beweise ans Licht, dass dort schon vor 500.000 Jahren Menschen lebten. Die Chinesische Mauer ist die Antwort chinesischer Kaiser auf die häufigen Überfälle von mongolischen Stämmen, viele Jahrhunderte vor Beginn unserer Zeitrechnung. 

1924 wurde die Mongolische Volksrepublik proklamiert, diese war über die gesamte Zeit ihres Bestehens von der Sowjetunion abhängig. Im Zuge der Wende Anfang der 90er-Jahre führte eine neue Verfassung zum Ende des kommunistischen Systems.

Viehherden wurden wieder in Privatbesitz gegeben. Seit Mitte der 2000er-Jahre ist die politische und wirtschaftliche Situation im Land stabil. Deiner Mongolei Reise steht also nichts im Wege.

Lecker Airag! Aber…

Du hast Hunger nach langer Wanderung? Aus der nomadischen Tradition stammt ein hohes Gut – die Gastfreundschaft. Du solltest diese nie verletzen, und wenigstens von den angebotenen Gerichten und Getränken kosten. Eine Ablehnung wird als sehr unhöflich empfunden. Wenn es Dir schmeckt, lass einen kleinen Rest auf dem Teller, dann freuen sich die Gastgeber, dass es ausreichend war.

Die traditionelle Küche der Mongolei setzt sich natürlich weitgehend aus Fleisch und Milchgerichten zusammen. Vergorene Stutenmilch wird zum Nationalgetränk Airag. Aber Vorsicht, das Verdauungssystem reagiert sehr schnell! Lass Dir deine Mongolei Reise nicht verderben.

Ungewöhnlich für uns ist auch Milchschnaps und der mit Milch und Salz zubereitete Tee, der aufgefüllt mit festen Zutaten auch mal zur Suppe wird. Ansonsten gibt es viele Teigtaschen mit verschiedenen Fleischfüllungen und als Proviant für unterwegs getrocknetes und gemahlenes Fleisch, dass mit heißem Wasser aufgekocht werden kann. Einheimisches Gemüse sieht nicht so aus wie im Supermarkt, und schmeckt auch nicht so, sondern unendlich viel aromatischer.  

Es kommt nicht so gut an, Mongolen mal eben so zu fotografieren. Das dauert etwas, erst noch mal zurechtmachen, vielleicht auch noch das traditionelle Gewand Deel und die passenden Stiefel Gutul anziehen und dann muss die gesamte Verwandtschaft mit aufs Bild. Überhaupt wird Höflichkeit sehr geschätzt, Ungeduld offiziellen Stellen gegenüber stößt auf großes Unverständnis. Es muss ja nicht alles sofort passieren.

Entdeckungen auf deiner Mongolei Reise

Quer durch die Mongolei führt die transmongolische Eisenbahn, von der Grenze zu Russland bis an die Grenze Chinas. Die Straßen sind meist nicht asphaltiert. Du solltest gut überlegen, welche empfindlichen Gegenstände du auf deine Mongolei Reise mitnimmst. Technische Geräte sollten es aushalten, auf stundenlangen Schotterpisten gut durchgeschüttelt zu werden. Die Ziele: umwerfend! Gletscher mitten in der Wüste oder die größte Sanddüne der Welt mit ca. 120 km Länge, 30 km Breite und 200 Meter Höhe. Für Wanderer oder Reiter bieten sich Mehrtagestouren zum Beispiel um den Khovsgol-See an, einer der größten Binnenseen der Mongolei. Nur organisiert lassen sich die abseits gelegenen Heißwasser-Quellen von Dschargalant erreichen. Ob Anfänger oder Spezialist – ein Gipfel zum Ersteigen findet sich immer.

Faszinierend ungewöhnlich: Obertongesang

Konzerte mit traditioneller mongolischer Musik ziehen bis heute viele Besucher an und sind ein weiteres Highlight deiner Mongolei Reise. Die Sänger preisen in ihren Liedern die Heldentaten früherer Zeiten und werden dabei durch das wichtigste mongolische Instrument begleitet: die Pferdekopfgeige. Für europäische Ohren eher ungewöhnlich ist der Obertongesang, der sich anhört als hätte der Solist zwei Stimmen.

Mongolen lieben drei Sportarten ganz besonders: Bogenschießen, Pferderennen, Ringen, letzteres auch heute noch nur für Männer. Auf den Pferden sitzen meist Kinder, gern auch für kilometerlange Strecken. Große Wettkämpfe finden zum Nationalfest Naadam im Juli statt.

Es gibt in Ulaanbaatar Kunst, Kultur und Vergnügen wie in anderen Großstädten auch. Ob Staatsoper, Theater oder Staatszirkus, ob Club, Gaststätte oder Shopping, alles da, was man nach berauschenden Naturerlebnissen auf deiner Reise vielleicht noch braucht. Gut ist es, immer genügend Bargeld bei sich zu haben, Kreditkarten sind außerhalb großer Städte nicht gebräuchlich. Die Preise sind fest, handeln also nicht üblich. Auf das Internet wird man in den großen Weiten allerdings schon mal verzichten müssen. Das solltest du nicht bedauern, sondern genießen – auf deiner Mongolei Reise.