Costa Rica – Pura Vida in grün

Costa Rica ist Pura Vida – Ich hatte schon so viel Gutes über das Land Costa Rica gehört: Berichte von Bekannten, die beeindruckt waren von der unglaublich vielfältigen Natur. Immer wieder, dass das Land Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr groß schreibt. Wusstet ihr, dass Costa Rica sich die Hälfte des Jahres aus erneuerbaren Energien quasi selbst versorgt? Vor 70 Jahren hat Costa Rica die Armee abgeschafft, um das Geld lieber in Bildung zu investieren? Beeindruckend  – und deshalb war ich neugierig und machte mich mit YOLO auf nach Costa Rica in Mittelamerika!

San José – der erste Eindruck zählt

Mein erster Eindruck war leider nicht der Beste! Den grünen Empfang, den ich mir ausgemalt hatte, gab es hier nicht. Noch nicht. In der Hauptstadt San José lebt der Großteil der knapp 5 Millionen Einwohner Costa Ricas, dementsprechend voll und laut ist es auf den Straßen. Wegen der Höhenlage hat San José ein angenehmes Klima. Für die gebotenen kulturellen Angebote hatten wir allerdings nicht ausreichend Zeit. WIR sind übrigens eine 9-köpfige Gruppe aus allen Ecken der Welt: Australien, Schottland, der Schweiz und natürlich unser einheimischer Reiseleiter aus Costa Rica, der uns die nächsten zwei Wochen sein Land zeigen wollte.

San José.

Tortuguero – schöner als in unserer Vorstellung

Endlich raus aus der Stadt und direkt im Paradies angekommen: In den Tortuguero-Nationalpark gelangt man nur mit dem Boot.  Nichts als Wasser und Dschungel – statt Verkehrslärm hört man nur die Natur. Ich lerne: Auch Natur kann sehr laut sein: morgens in der Dämmerung sogar so laut, dass man davon wach wird. Luxusproblem! 🙂 Überhaupt ist dieser Ort magisch. Man kann in seiner Hängematte liegen, durch das verschlafene Städtchen schlendern oder sich im Nationalpark von der Pflanzen- und Tierwelt beeindrucken lassen. Ein paar Affen streifen immer durch die Bäume, nur das Faultier versteckt sich. Tortuguero ist bekannt für seine Riesenschildkröten, die nachts an den Ständen ihre Eier ablegen. Eines Nachts hatten wir tatsächlich das Glück zwei von ihnen in der Ferne beobachten zu können. Wow!

Noch mehr Natur im Landesinneren

Unglaublich, wie grün Costa Rica ist. Es gibt so viel Verschiedenes in diesem doch recht kleinen Land zu sehen. Nach Großstadt und Meer stand nun subtropischer Dschungel auf dem Programm unserer Costa Rica Reise. In Sarapiquí erwartete uns vor allem wieder viel Natur. Es gab einen Einblick in die Vogelwelt mit Tukanen, Kolibris und dem berühmten Quetzal in freier Wildbahn. Außerdem viele schöne und unschöne Insekten: Schmetterlinge und Glühwürmchen vs. Spinnen und Moskitos! Auch Schlangen gab es und spätestens hier lernt man respektvollen Umgang mit der Natur! 🙂 Costa Rica ist auch bekannt für Kaffee und Schokolade, also haben wir in unserer Gruppe eine ausgiebige Tour rund um das Thema gemacht, alles selbst hergestellt. Gelernt haben wir,was ich mir längst dachte. Reine Schokolade kann high machen. Für mich nichts Neues!

Community in Costa Rica

Das Besondere am Reisen mit YOLO ist, dass man die Menschen des Landes wirklich kennenlernt! Wir machten wir uns auf gen Norden nach Santa Rosa de Pocasol. Ein kleines Dorf mit etwa 500 Einwohnern, in dem wir einen Tag und eine Nacht verbringen sollten. Die Dorfgemeinschaft hat uns wahnsinnig herzlich empfangen, es gab eine Führung durch die Häuser und Gärten, in die Schule. Am Abend stand gemeinsames Kochen und Tanzen auf dem Programm. Geschlafen haben wir bei den Gastfamilien, die es uns wirklich schön gemacht haben. Verabschiedet wurden wir morgens mit einem landestypischen, leckeren Frühstück. Übrigens sprach hier fast niemand ein Wort Englisch, also haben wir uns mit ein paar Brocken Spanisch und Händen und Füßen verständigt – das funktionierte sehr gut!

Arenal – der touristischste Ort auf unserer Tour

Und wieder vermittelt unsere Costa Rica Rundreise ein ganz neues Bild des vielseitigen Landes: Ein riesiger Vulkan, ein großer See, heiße Quellen und das Touristenörtchen La Fortuna. Hier hatten wir alles! Der Vulkan war leider meist wolkenverhangen, aber dafür machten wir es uns an einem verregneten Tag in den heißen Quellen gemütlich! Wie schön, wenn der kühle Regen von oben kommt und man dabei in 40 Grad heißem Wasser sitzt. Abends gab es im Ort zahlreiche Möglichkeiten essen zu gehen. Von Rice & Beans hat man irgendwann genug, also wurden Patacones – frittierte Kochbanen mit veschiedenem Belag – mein neues Lieblingsgericht. In der Gegend um Arenal lässt sich auch super Wildwasser-Rafting ausprobieren – ein Spaß und eine gelungene Abwechslung nach den vielen Wanderungen der letzten Tage.

Monteverde – wie der Name schon sagt

Grüne Berge – überall! Allein die Fahrt nach Monteverde war ein Erlebnis: Im Schneckentempo ging es über unbesfestigte Straßen durch die Berge, hinein in den Nebelwald. Es sah zuerst alles ein bisschen aus wie auf der Österreichischen Alm und das Klima war auch völlig anders. Angenehm kühl und immer reichlich Nieselregen. Dachten wir zumindest. In Wirklichkeit waren wir einfach nur die ganze Zeit in mitten von Wolken.  Der perfekte Ort für Action. Passenderweise gab es im Nationalpark (die meiste Fläche Costa Ricas steht übrigens unter Naturschutz) die längste und höchste Möglichkeit zum Ziplining. Also los! Helm auf und Gurt an um an mehreren meterhohen Seilen durch den Urwald zu „fliegen“ 🙂 Höhepunkt war der „Tarzan Swing“, bei dem man sich dem freien Fall hingeben konnte.

Wie sollte es anders sein: Hier hatte das Land erneut etwas anderes zu bieten, den Pazifik! Unglaublich für ein Land, das die Größe von Niedersachsen hat 🙂 Überhaupt ist Costa Rica gar nicht so touristisch wie man vielleicht annimmt. Das liegt zum einem an der Nebensaison, in der wir da waren, ist aber auch ein großer Pluspunkt  für die anfangs erwähnte Nachhaltigkeit des Landes. Ich habe bspw. noch nie so ein ausgeklügetes Mülltrennungssystem gesehen.

Da Manuel Antonio die letzte Station unserer Reise war, gab es auch die letzte Möglichkeit noch einmal ins Meer zu springen und ein Faultier zu sehen. Letzteres war bisher nicht erfolgreich gewesen, aber wir wussten, dass diese niedlichen Dinger irgendwo im Baum hingen – nur leider bewegen sie sich sehr wenig und tragen ihren Namen zurecht. Am letzten Tag machten wir uns in aller Frühe auf, in den Nationalpark und da war es: ein sich in Zeitlupe kletterndes Faultier! Herrlich unaufgeregt und tiefenentspannt. Wie das Land selbst – und wie wir mittlerweile auch!

PURA VIDA heißt pures Leben und wird in Costa Rica für fast alles benutzt: Als Dankeschön, Begrüßung, Verabschiedung oder als Reaktion auf Dinge, die schief gelaufen sind. Die Menschen machen damit aus jeder Situation das Beste und diese positive Lebenseinstellung ist mir während meiner Reise immer wieder aufgefallen. Vom herzlichen Wilkommen des Beamten bei der Einreise am Flughafen. Bis zu dem netten Souvenir-Verkäufer am letzten Tag, der mir ein Teil meines Einkaufs schenkte, weil meine restlichen Colones dann doch nicht mehr ganz ausreichten. Gracias Costa Rica – ich komme wieder!

Du willst Anjas Tour auch erleben? Ein internationales Abenteuer findet du hier „With all your heart“. Wenn du lieber eine deutschsprachige Reise machen möchtest, bitte schön: „Wie bei Adam und Eva“

Und wenn deine Begeisterung für Lateinamerika unerschöpflich ist, laden wir dich ein, unsere Mexiko Reisen zu entdecken. Auf den abenteuerlichen, traumhaften, aufregenden Mexiko Rundreisen für junge Leute kannst du auch diesen Teil Lateinamerikas zur besten Mexiko-Reisezeit auf die einmalige YOLO-Art erkunden.

 

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