Island – Nature overload

So ziemlich jeder spielt mindestens einmal mit dem Gedanken irgendwann mal nach Island reisen zu wollen. Spätestens seit der EM 2016 haben die Isländer mit ihrem Wikinger-Ruf auf sich aufmerksam gemacht und somit heimlich die Sympathien vieler für sich gewonnen.
Nach anfänglichen Recherchen wird einem jedoch schnell klar, dass Island mehr ist, als nur ein Land, das von Wikingern und nordischen Göttern geprägt wurde. Auch die Elfen und Trolle hatten ihre Finger im Spiel. Anders ließen sich diese magischen Naturphänomene Islands nicht erklären.

Island – auch zur untypischen Reisezeit ein Traum

Wir starteten unsere Reise im März, eine eher untypische Reisezeit für Island, die auch bei unseren Eltern und Bekannten skeptische Blicke auslöste. Von unserem Plan ließen wir uns nicht abbringen und so flogen wir nun, frohen Mutes und mit einem Quäntchen Ahnungslosigkeit, unserem Island-Abenteuer entgegen.

Nach der Ankunft in Reykjavík die erste Überraschung, strahlend blauer Himmel, die Sonne kitzelte im Gesicht, also pellten wir uns aus unserer Zwiebelschicht, schnallten die Rucksäcke auf und hielten Ausschau nach einer Möglichkeit, das Stadtzentrum Reykjavíks zu erreichen, ohne bereits am 1. Tag den ganzen Inhalt unseres Geldbeutels opfern zu müssen. Als „preisgünstige“ Variante, mit ca. 23 € pro Person, erwiesen sich die orangefarbenen Busse, welche vor dem Haupteingang des Flughafens sehnlichst auf ihre Neuankömmlinge warteten.

Treue vierbeinige Gefährten

Nach einer etwas regnerischen Stadterkundung zu Fuß, sollte am Folgetag nun die Reise ins „Rollen“ kommen. Wir brachen auf und erkundeten den Golden Circle auf 4-Rädern. Endlose Weiten, soweit das Auge reicht. Kilometer weit, kein Auto, kein Haus, keine Menschenseele. Nur du und die Natur.

 

 

Schon bald sollten wir vom Gegenteil überzeugt werden. Denn auch wenn die Gesamtfläche Islands nur zu 20% besiedelt ist, beanspruchen treue vierbeinige Gefährten mindestens weitere 20% der Insel – die Islandponys. Sehr auffallend und liebreizend, mit ihrer ganz eigenen Gangart, dem Tölt, stolzieren sie durch ihr prachtvolles Land.

 

Island – pures Kontrastprogramm

Die Farben der Straßen Islands wechseln im Weiß-Grün-Schwarz-Tonus und reichen von weiß glitzernden Winterlandschaften bis hin zu Moos bedeckten Vulkangesteinen. Wenn ein Wort für Island spricht, dann das pure „Kontrastprogramm“. Die entsprungenen Flüsse der unzähligen Wasserfälle Islands, wurden bereits hinter der nächsten Kurve, von rauchaufsteigender Erde und brodelnden Löchern abgelöst. Die Geysire warteten nur auf eine Gelegenheit, uns mit ihren meterhohen Fontänen, in einem schreckhaften Moment zu erwischen.

 

 

Und was wäre Iceland ohne „ice“? Natürlich ließen auch diese Naturgiganten nicht lange auf sich warten. Vor allem im Süden Islands untermalen die blau schimmernden Gletscher die abwechslungsreiche Szenerie. Wenn du dich fragst, wie Eis und Lava so nahe beieinander liegen können, stehst du nicht alleine da.

 

 

Da Island all diese Naturwunder im Portfolio nicht reichen, setzt man mit dem idyllischen Black Beach, noch einen oben drauf. Doch sei auf der Hut, so schön dieser Strand auch scheint, die schlagartig aufbauschenden Wellen haben es deutlich in sich und werden leider oft von ihren vielen Bewunderern unterschätzt.

 

 

Nebenan marschierten neugierige Menschenmengen durch die endlosen Weiten der Lavasteinwüste. Was sie dort erwartet? Das hinterbliebene Andenken eines jungen Helden. Eine der unzähligen Theorien besagt: Dass das amerikanische Militärflugzeug, aufgrund der plötzlichen Wetterschwankungen Islands, drohte abzustürzen. Ein junger unerfahrener Pilot übernahm in der Not das Steuer und brachte die Maschine, samt Besatzung, unversehrt und sicher auf dem Boden. Bis heute hat es seinen Platz in der Lavasteinwüste. Das mysteriöse Flugzeugwrack wurde nie entfernt und gilt bis heute als Pilgerstätte.

 

Highlight Skógarfoss

Mein ganz persönliches Highlight war dieses prachtvolle Exemplar von einem Wasserfall, der Skógarfoss.
Die unglaubliche Wassergewalt in Kombination mit diesem paradiesischen Doppelregenbogen, ließen mich vor Ehrfurcht erstarren. Gänsehaut machte sich vom Haaransatz bis in die Zehenspitzen breit. Trotz der kraftvollen Windböen und meiner Höhenangst, erklommen wir die endlos wirkenden Stufen, die parallel zum Wasserfall verliefen. Ein Ausblick, der ein sofortiges Gefühl von Freiheit in mir auslöste.

 

 

Das dauerhafte Staunen kann ganz schön Kräfte zehrend sein. Wer die Zeit für einen Augenblick zum still stehen bringen möchte, um alle gewonnenen Eindrücke nun einmal Revue passieren zu lassen, sollte eine der unzähligen, natürlich entsprungenen heißen Quellen Islands aufspüren. Was gibt es besseres als ein Whirlpool inmitten filmreifer Hintergrundkulissen? Also packt die Badesachen ein und los geht’s nach Island.

Maggy

Maggy ist Azubine bei YOLO aber hat schon Reiseerfahrung wie eine Große.

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