Peru – Mein Amazonas-Abenteuer

Peru, das ist Machu Picchu, das sind die Anden, das ist Inka-Kultur, das sind bunte Farben und Stoffe. Aber wieso hatte mir eigentlich noch nie jemand gesagt, dass Peru auch Amazonas, Dschungel und Regenwald ist? Hm, klingt, als könnte Peru wohl so ziemlich alles? Richtig!

Eine Nacht im Peruanischen Regenwald

Nun stehe ich hier, irgendwo im Tambopata Nationalpark und noch etwas verschlafen, aber überglücklich nach meiner ersten Nacht im peruanischen Urwald. Nun könnte man sich täuschen und denken, ich hätte doch wie ein Baby schlafen müssen, weit weg von Großstadt oder Zivilisation. Aber nix da. Der Geräuschpegel, den die Affen, Papageien und was weiß ich, was da noch im Unterholz rumkraucht, die Nacht über konstant halten, kann nur schwer von einer dreispurigen Hauptverkehrsstraße geschlagen war. Aber betonen muss ich wohl nicht, dass dieser Geräuschpegel hier weder nervenaufreibend noch unangenehm war. Ganz im Gegenteil! Wie ein aufgeregtes Kind im Zoo habe ich mit weit aufgerissenen Augen unterm Moskitonetz im Bett meiner einfachen und traumhaft schönen Amazonas-Regenwald-Hütte gesessen, den Geräuschen der Natur Perus gelauscht und versucht in der stockfinsteren Nacht, die außer von Mond und Sternen, weder von Stadtbeleuchtung noch sonstigem künstlichen Licht erhellt wird, einige Urheber der Geräuschkulisse auszumachen. Klar, Fehlanzeige. Aber immerhin habe ich einen süßen Frosch in meinem Waschbecken entdeckt – check, first wildlife encounter!

Frühstück mit Affen

Eigentlich war ich nun, auf einem kleinen Pfad inmitten saftiger grüner Vegetation, auf dem Weg von meiner Regenwaldhütte zum Frühstück, habe aber dann doch plötzlich abgebremst, denn – tadaaaa – ich werde für meine nächtliche Nachtwache doch noch belohnt: Da sitzt es, ein neugierig dreinguckendes Totenkopfäffchen, vielleicht zwei Armlängen von mir entfernt, mit einer Kakaobohne zugange und wohl etwas echauffiert, dass ich es beim Frühstück störe. Sorry, aber da musst du durch wenn ich schon mal im peruanischen Urwald bin. Schnell bin ich ihm dann auch egal und es widmet sich wieder seiner Kakaobohne, dessen Kerne es genüsslich abschlürft. Ich bin fasziniert und stehe wie angewurzelt da; mitten im quietschgrünen Regenwald, mitten im Amazonas, mitten in Peru. Und ich kann mein Glück kaum fassen.

Amazonas Wanderung

Mein Frühstück habe ich übrigens verpasst, aber ganz ehrlich, für diesen Moment bin ich später gerne mit knurrendem Magen und einem nicht aufhörenden Lächeln im Gesicht in die mir zugewiesenen Gummistiefel geschlüpft. Das muss das Highlight meiner Zeit im Regenwald gewesen sein, denke ich noch, als wir im Gänsemarsch loslegen durch den hohen Matsch im Urwald zu stapfen. Haste gedacht! Schon nach fünf Minuten und einem spitzen Aufschreien meiner Vormarschiererin wird mir klar – das geht wohl immer so weiter! Aber was hatte Sie nun gesehen? Ich konnte es mir fast denken, als ich unseren Indiana Jones – ähm, tschuldigung – ich meine natürlich Natur-Guide Pablo mit einem Stöckchen vor einem großen Erdloch rumstochern sehe und gleich hinter seinem Stöckchen – ahh, eine Tarantel?!?! Als Stadtkind habe ich natürlich keine Ahnung, welche Sorte 8-Beiner das nun vor mir ist, aber bin trotzdem fasziniert und habe erstaunlicherweise auch keine Angst. Geduldig und hochmotiviert erklärt uns Pablo genau, um wen es sich hier handelt. Spannend! Vor allem mit Sicherheitsabstand.

Du bist der Schönste hier.

Ich will ein Faultier sein

Als wir alle unsere Bilder gemacht und uns losgerissen haben und weiterziehen, dauert es keine 5 Minuten bis Pablo wieder stehen bleibt und seinen Hals weit reckt, um in die Baumkronen zu linsen. Klar, unsere ganze Truppe tut es ihm mit feinster Giraffimitation nach, ohne zu wissen, wonach wir überhaupt Ausschau halten. „Na ein Faultier, da oben“ Na ist doch klar, sieht man ja auch täglich – nicht. Aber jetzt hatte ich es auch erspäht und will am liebsten springen vor Begeisterung, so niedlich kuschelig hängt es dort. Scheitert leider daran, dass ich wadentief im Schlamm feststecke – na gut, also kein Freundensprung. Aber Freude pur. Minutenlang stehen wir wie versteinert da, aber das gemütliche Tier macht seinem Namen alle ehren und hängt ab. Ich kanns ja verstehen, hang loose vom feinsten. Und genau das habe ich mir nach weiteren 3 Stunden Wanderung und noch mindestens tausend aufregenden Beobachtungen dann auch zum Vorbild genommen. Zack, einfach nur noch rein in eine der Hängematten der Jungle-Lodge und erst mal begreifen, was ich da alles erlebt habe. Hach, was kann das Leben schön sein!
Aber ihr könnt es euch denken– meine aufregende Peru-Reise war mit dem Highlight Tambopata nicht etwa vorbei; das war nur der Trommelwirbel zum Auftakt! Nach unglaublichen 15 Tagen, von denen keiner dem anderen glich, kann ich sagen: I lost my heart in Peru! Ich komme wieder, wart’s nur ab.

Du willst Luisas Reise auch machen? Die Tour „Sacred Land of the Incas“ besucht auch das Amazonasgebiet.

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