Südafrika-Rundreise: Meine Erfahrungen – Tons of goosebumps

YOLO – The journey of your life. Der neue Slogan von YOLO beschreibt diese Südafrika-Rundreise und meine Erfahrungen absolut treffend! Das erste Mal Afrika, das erste Mal Safari, endlich in dem Land zu sein, dessen Geschichte um die Apartheid und Nelson Mandela mich so sehr interessiert und beeindruckt. Definitiv ein Traum, der in Erfüllung ging. Erlebnisse, die meine Seele berührt haben und die ich nie vergessen werde. Tons of goosebumps von morgens bis abends.

Das Abenteuer Südafrika beginnt

Angekommen in Johannesburg ging es direkt ins Hotel, um am anderen Morgen fit für die Fahrt in Richtung Krüger National Park zu sein, denn das sollte unsere erste Station sein. Früh morgens ist unsere elfköpfige Gruppe zu ihrer Südafrika-Rundreise für tolle Erfahrungen im Hotel zusammengetroffen und hat Guide Collin und Fahrer David kennengelernt. Bald darauf lassen wir Johannesburg hinter uns und sind unterwegs, die Spannung auf die bevorstehende Reise ist spürbar.

Manchmal wird die Aussicht zum Blick in die Zukunft

Was erwartet unsere Gruppe? Sehen wir vielleicht die Big Five: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn? Über die Panorama-Route geht es vorbei an herbstlich gefärbten Landschaften und Siedlungen, erste Strauße werden gesichtet. Erster Halt: Pilgrim’s Rest, ein altes Goldgräberstädtchen in dem es scheint, als wäre die Zeit stehen geblieben. Häuser aus vergangenen „goldenen“ Zeiten lassen uns eine kleine Zeitreise machen.

Weiter geht es mit meiner Südafrika-Rundreise und Erfahrungen am God’s Window, einem bekannten Aussichtspunkt an der Panorama-Route. Die unglaubliche Weite dieses Landes wird einem spätestens bei dieser Aussicht klar. Nicht selten werden hier Heiratsanträge gemacht, meinte unser Guide Collin. Eigentlich sollte ich ja auch nur ein Foto von einem mitreisenden jungen Paar unserer Gruppe machen, plötzlich war ich mittendrin im Antragsgeschehen und habe diesen Augenblick fotografisch festgehalten. Nach dem Aufstieg durch den Regenwald auf der Aussichtsplattform angekommen, drückt er mir das Handy in die Hand und geht tatsächlich auf die Knie, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Das erste Mal Gänsehaut pur auf dieser Reise.

Abends in der Lodge erwartet uns nebst einem der vielen wunderschönen Sonnenuntergänge und dem Lagerfeuer ein typisches südafrikanisches Gericht: Braai. Gegrilltes Fleisch mit vielen Köstlichkeiten als Beilage. Ein echtes Highlight auf Südafrika-Reisen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Die Heimat der Big Five: Krüger-Nationalpark

Zwei Tage Safari im Krüger Nationalpark folgen, die meine Südafrika-Rundreise um viele Erfahrungen bereichern werden. Unzählige Vogel- und Antilopenarten dürfen wir innert kürzester Zeit beobachten. Bald auch Giraffen, Zebras, Gnus und Elefanten mit Kälbern direkt neben der Strasse. Absoluter Wahnsinn! Erster Big Five! Weiter geht es mit Pavianen, einzelnen Hyänen und plötzlich stehen wir mit unserem Truck in einer riesigen Büffelherde. Büffel so weit das Auge reicht. Etliche Augenpaare starren unseren Truck an und wir starren nicht weniger beeindruckt zurück, was für ein Erlebnis! Und dann plötzlich kreuzt ein junges Leopardenweibchen hastig die Straße. Drei der fünf Big Five durften wir also an nur einem einzigen Tag sehen!

Bevor es zurück in den Park geht, bekommen wir vom Lodge-Besitzer am anderen Morgen bei einem Bush-Walk alle Infos zum Fährten- und Spurenlesen. Zu Fuß und nur mit zwei Rangern unterwegs zu sein, die Gewehre dabei haben, lässt den Puls schon etwas höher schlagen. Trotzdem sind sie unerlässlich, um auf Südafrika-Rundreisen keine unangenehmen Erfahrungen machen zu müssen.

Wieder im Park begegnen wir Warzenschweinen, einer riesigen Elefantenherde am Wasserloch, Krokodilen, Schildkröten und Nilpferden. Unsere Gruppe späht gespannt aus den Fenstern, fehlen doch noch die zwei letzten der Big Five: Löwen und Nashörner. Plötzlich entdecken wir neben der Straße eine Hyänenfamilie mit Jungtieren, die sich dort ihre Höhle gebaut hat. Laut unserem Guide eine absolut seltene Begegnung und Gänsehautfeeling pur. Und es wird noch besser: In der Ferne steht eine Gruppe Nashörner! Wahnsinn! So viele Tiere im Krüger Nationalpark zu sehen ist absolut phänomenal.

Ein Abstecher ins Königreich Eswatini

Am nächsten Tag verlassen wir den Krüger Nationalpark und fahren über die Grenze nach Eswatini, ehemals Swaziland. Hier hoffen wir für unsere Südafrika-Rundreise auf Erfahrungen, die sich nochmal in anderem Gewand zeigen. Eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall lockert die von den vielen Kilometern im Bus strapazierten Muskeln. Am nächsten Tag besuchen wir dann einen lokalen Handwerksmarkt, bevor wir wieder zurück nach Südafrika einreisen.

An der Grenze erleben wir dann eine ganz spezielle Geschichte für unsere Südafrika-Rundreise und Erfahrungen, von denen wir noch lange berichten werden. Wir müssen alle mit unserem Pass aussteigen, ins Zollbüro gehen und den Pass für die Ausreise stempeln lassen. Dann müssen wir wieder über die Grenze laufen, nochmal ins Zollbüro hinein gehen, um für die Einreise den Stempel zu holen und dann dürfen wir wieder in den Bus einsteigen. Ein weiteres Highlight ist die Übernachtung in der Zeltlogde. Die Geräusche im Busch sind so unglaublich nah und lassen die Vorfreude auf den nächsten Tag steigen.

Der Boden der Tatsachen

Im Hluhluwe Imfolozi Park hoffen wir während unserer Südafrika-Rundreise auf die Erfahrung, doch noch auf Löwen zu treffen, finden aber stattdessen erst einmal viele Nashörner relativ nahe an der Straße. Weiter geht’s zum Besuch eines traditionellen Dorfes der Zulu. Absolut eindrücklich, wie hier Familienzusammenhalt und Tradition gelebt werden. Spätestens hier wird einem bewusst, in welchem Überfluss wir mit unserem vielen Geld in Europa leben und auf welche Werte es doch eigentlich wirklich ankommt. Es braucht so wenig, um zufrieden zu sein. Tief beeindruckt verlassen wir die Zulus.

Selfies mit den Zulukindern.

Die Wand der aufgestellten Speere

Langsam nähern wir uns den Drakensbergen. Vorher aber besuchen wir die Nelson Mandela Capture Site, also jenen Ort, an dem Mandela 1962 verhaftet worden ist. Ein kleines Museum und eine Säulenkonstruktion symbolisieren Mandelas „Long Walk to Freedom“. Für mich als Historikerin absolut beeindruckend und auf meiner Südafrika-Rundreise eine echte Erfahrung. Und dann kommen sie, die angekündigten Schotterpisten. Hinein in eine unglaublich schöne Landschaft, die die Zulu ”Die Wand der aufgestellten Speere“ nennen. Total einsam, weit und unberührt, einzelne kleine Häuser, irgendwo im Nirgendwo.

Am nächsten Morgen steht eine 12 Kilometer lange Wanderung entlang des Eagle Trails an, vorbei geht es an kleinen Wasserfällen, Seen und Bächen, verlassenen Hütten und wunderschöner Landschaft. Ein Teil der Gruppe wandert im Anschluss noch zum Jacobs Ladder Fall. Die Landschaft erzählt uns die lange Geschichte ihrer Entstehung durch Vulkanismus und tektonische Aktivitäten.

Wo ist er nur, der Löwe?

Wir verlassen das Inland und fahren durch Eastern Cape, vorbei am Haus von Nelson Mandela, zur Küste nach Kei Mouth, wo wir am nächsten Tag einen kleinen Spaziergang am Meer entlang und auf unserer Südafrika-Rundreise weitere Erfahrungen machen. Auch hier bleiben die Tierbegegnungen nicht aus und wir erfreuen uns an der vorbeiziehenden Delfinkolonie.

Mit der Fahrt zum Addo Elephant Park kommt unsere letzte Chance auf die Sichtung von Löwen, dem letzten noch fehlenden Big Five. Trotz des Namens sehen wir nicht einen einzigen Elefanten, dafür aber endlich zwei Löwen, dem Ranger nach Bruder und Schwester, die wir bei einer Nachtsafari nochmals ganz nahe am Fahrzeug bestaunen dürfen. Diese Begegnung im Dunkeln, mit den Löwen ganz dicht am Auto, lässt den Adrenalinpegel in die Höhe schnellen und einmal mehr Gänsehautfeeling entstehen.

Am nächsten Tag sind wir nach einer Wanderung auf dem Waterfall Day Trail entlang der rauen Küsten im Tsitsikamma National Park gegen Abend auf die Knysna Heads gefahren und durften zum ersten Mal Wale vor der Küste sehen. Nicht nur an der Garden Route und auf Südafrika-Reisen eine Erfahrung, die ehrfürchtig macht. Der letzte Übernachtungsort vor Kapstadt war Hermanus. Ein wunderschönes Städtchen am Meer gelegen. Kleine Einkaufsgassen und ein schön angelegter Küstenpfad luden zum Verweilen ein.

Wehmut am Kap der Guten Hoffnung

Nach dem Besuch eines Weingutes in dem bekannten Weinort Stellenbosch sind wir in Kapstadt angekommen, um auf unserer Südafrika-Rundreise weitere Erfahrungen zu machen. Bereits die Fahrt zur Unterkunft mit dem Anblick des Tafelbergs und Lion‘s Head weckte in uns allen die Vorfreude darauf, die Stadt zu entdecken. Zunächst aber stand die Fahrt auf die Kaphalbinsel an.

Vorbei an Seelöwen und Straußen, auf malerischen Küstenstraßen gelangten wir zum Kap der Guten Hoffnung. Eine zerklüftete Felsenlandschaft und eine raue Brandung verleihen südwestlichsten Punkt Südafrikas eine ganz spezielle Atmosphäre. Gleichzeitig wird uns auch allen bewusst, dass wir nun angekommen sind und diese wundervolle Reise sich dem Ende zuneigt. Wehmütig blicken wir auf das tosende Meer hinaus und genießen trotz der vielen Menschen eine Art einsame Stille.

Anschließend erklimmen wir noch den Leuchtturm an Cape Point, bevor wir auf dem Rückweg einen Stopp am Boulders Beach einlegen, um die dort ansässige Kolonie Brillenpinguine zu besuchen. Ein geschäftiges Treiben erwartet uns, viele Pinguine haben Jungtiere und liegen in ihren Brutmulden oder kleinen Höhlen, andere stürzen sich für die Futtersuche ins Meer, manche kommen gerade zurück. Alles begleitet von lautstarker Pinguin-Kommunikation. Wirklich sehenswert.

Von oben und Mittendrin

Am nächsten Tag steht das letzte große Highlight an. Wir wollen den Tafelberg erklimmen. Während sich ein paar Teilnehmer der Gruppe für die Tour per Gondelbahn entscheiden, bevorzuge ich den steilen Aufstieg zu Fuß, um meine Südafrika-Rundreise mit weiteren Erfahrungen zu bereichern. Schritt für Schritt geht es über hohe Stufen und rutschige Felsen aufwärts über die Platteklip Gorge. Dabei ändert sich das Wetter und es fängt leicht an zu regnen, was die Aussicht leider trübt, aber eine willkommene Abkühlung auf der schweißtreibenden Wanderung ist. Oben angekommen können wir auf das schöne Kapstadt hinabblicken und diesen Moment einfach nur genießen.

Zum Abschluss fahren wir noch an die Victoria & Alfred Waterfront, die Flaniermeile am Hafenbecken von Kapstadt. Hier gibt es die verschiedensten Läden, Märkte, Restaurants und Attraktionen. Auf den Straßen werden traditionelle südafrikanische Lieder gespielt. Wir lassen diesen gelungenen Tag bei einem letzten gemeinsamen Abendessen ausklingen.

18 Tage reichten mir einfach nicht

Aufgrund meines persönlichen historischen Interesses zur Geschichte habe ich mich für meine Südafrika-Rundreise und die Erfahrungen entschieden, einen Zusatztag in Kapstadt zu buchen, um Robben Island zu besuchen. Diese Insel sieben Kilometer vor der Küste wurde früher als Gefängnisinsel benutzt. Nelson Mandela verbrachte in diesem Gefängnis 18 von seinen 27 Jahren Haft. Heute führen Guides, die damals Gefängnisinsassen waren, die Touristen durch die Anlage und zeigen uns auch, in welcher Zelle Mandela seine Haft verbringen musste. Dabei lassen sie uns mit ihren persönlichen Erinnerungen und Geschichten ganz tief in den harten Gefängnisalltag auf Robben Island blicken. Bewegt und den Gedanken nachhängend verlasse ich die Gefängnisinsel und mache mich auf den Weg zum Flughafen.

Reisen mit YOLO verändert dich

Eine wunderschöne Reise geht hier zu Ende. Südafrika ist wahrlich ein Schmelztiegel der Kulturen, der Emotionen und atemberaubend, was die Tierwelt und die Natur betrifft. In diesen knapp drei Wochen hat dieses Land jeden von uns beeindruckt und berührt. Aber es lässt uns auch darüber nachdenken, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Menschen strahlen eine Lebensfreude und Zufriedenheit aus, welche auch in ihrer Gastfreundschaft und der herzlichen Art, die sie uns gegenüber gezeigt haben, spürbar ist. Ohne ständigen Handyempfang kann hier die Zeit genossen werden, der Reisende wird ein Stück weit geerdet und erfreut sich an den vielen wunderbaren und unterschiedlichsten Eindrücken.

Jeder von uns ist mit dem Fazit zurückgekehrt, dass diese Reise sämtliche Vorstellungen und Erwartungen übertroffen hat. Zu meinen Freunden habe ich gesagt, diese Südafrika-Rundreise war ein „Soultrip“, die berührendste Reise, die ich je erleben durfte. Tons of goosebumps eben! Afrika ich komme wieder! Beim nächsten Mal vielleicht für eine Tansania-Rundreise oder eine Marokko-Gruppenreise für junge Leute. Denn: „Wohin geht die Reise? Immer mitten ins Herz.“ Danke YOLO!

Kommentare