… Neuer Tag, neues Glück. Wir mussten mit geschlossenen Augen an der Schönheit der Peninsula vorbeidüsen, um einer der Ersten zu sein am Eingangsgate zum „Cap of Good Hope Nationalparc“. Schon die Fahrt zum Kap runter ist grandios. Und bitte Zeit zum Wandern einplanen an der Kapspitze. Entweder zum Diaz Strand oder runter zum Cape Point oder zum windumtosten historischen Leuchtturm. Immer in Begleitung springender Wale im Wasser und buntester Blumen am Wegesrand, die es nur hier zu bestaunen gibt.

Witzige Wächter der Wüste wachen auf

Gar nicht so weit muss man fahren, um im berühmten Oudtshoorn zu landen. Hier guckt jeder die, zugegeben, sehr witzigen Strauße an und besichtigt Farmen. Ein absolut sehenswertes Highlight dieser Region. Aber hier gibt es noch ganz andere Abenteuer zu erleben. Ganz kleine. Und die richtigen Abenteuer erlebt am besten am frühen Morgen. So werdet ihr euch spätestens um 5 Uhr aus den kuscheligen Federn, nicht vom Strauß, quälen müssen, um bei diesem Spektakel dabei zu sein. Mit der aufgehenden Sonne erwacht ein Erdhaufen zum Leben. Erst kommt der Oberchecker, streckt sein Näschen in die Luft und checkt für alle anderen die Lage. Offenbar findet er den Anblick unserer gezückten Kameras lustig, denn sogleich holt er seine Gang, um sich auch über die Paparazzi zu amüsieren.

 

Die Erdmännchen-Familie
Die Erdmännchen-Gang.

Nach den Wachtmeister-Erdmännchen kommen nun auch das Mama-Erdmännchen, die frechen Zwillingsbrüder-Erdmännchen und Opa-Erdmännchen, auch bekannt als Jäger-Erdmännchen aus ihren Löchern gekrochen. Jeder hat hier seine ganz bestimmte Funktion, die es zu erfüllen gilt. Nur so können die kleinen Wächter der Wüste als Team gegen ihre großen Feinde anstinken. Allein die frechen Youngster scheinen das ab und an zu vergessen und begnügen sich mehr mit gegenseitigem Schubsen, am Pelz zerren und anknabbern. Man könnte meinen sie litten unter ADHS. Für uns endet dieser grandiose Ausflug erst als das Späher-Erdmännchen offenbar die delikatesten Termiten und saftigsten Käfer der Umgebung ausfindig gemacht hat und alle in Reihe in Richtung ihres Frühstücks abmarschieren. Eine ganz besondere Erfahrung!

Safari at it’s best

Wie hatte ich das unterschätzt! In meiner naiven Vorstellung hatte Safari für mich immer ein bisschen was von Zoo. Westeuropäer lassen sich in albernen Tarnklamotten auf einem Jeep durch den Busch schunkeln und fühlen sich wie David Livingston persönlich. Ich musst erst persönlich eines besseren belehrt werden.

Wie traf mich meine allererste Safari ins Herz! Die Geräusche im Busch, die Stille dazwischen, die Weite des Landes, das Licht, die Sonnenuntergänge, die Größe der sanften Elefantenriesen, die Kraft der Löwen, das Muskelspiel eines jagenden Gepards. Das alles ist einfach unbezahlbar. Und so gar nicht blöd. Den Tieren in freier Wildbahn nahe zu kommen, sie beobachten, alle Vorurteile über Bord werfen. Aber das Beste, das Allerbeste, waren die Nächte draußen. Wenn nachts der Löwe brüllt oder ein Nashorn in der Nähe galoppiert. Das lässt mir den Puls in die Höhe treiben und leichtes Muffensausen ist auch dabei. Denn die Tiere sind vom Camp nicht durch einen Zaun getrennt.

 

Beruhigendes Lagerfeuer unter funkelnden Sternen

Aber das Lagerfeuer und die funkelnden Sternennächte beruhigen mich wieder. Und jeden Abend Grillen, die Südafrikaner lieben ihr traditionelles Braai, und das vollkommen zu Recht. Eines Abends ist es dann wirklich passiert, gemütlich schwätzend am Lagerfeuer sitzend und die Abenteuer des Tages austauschend, besuchen uns auf einmal zwei Giraffen. Klar, die tun nichts. Wollen nur spielen. Genauso wie Buckelwale, die einen beim Tauchen vielleicht doch aus Versehen mal mit ihrer Schwanzflosse erwischen. Wir sind also ganz ruhig sitzen geblieben und haben uns gegenseitig angeglotzt. Was die wohl über uns gedacht haben? Ganz nah dran, an die Erfahrungen unterm Sternenhimmel, kommen eigentlich nur die Bushwalks, also Safaris zu Fuß, bei denen die Ranger zwar mit Gewehren unterwegs sind, aber ich trotzdem bei jedem Knacken panisch um mich gucken musste.

 

 

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Katja

Dank meiner Schnelligkeit und Treffsicherheit gibt's nur noch wenige weiße Stellen auf der persönlichen Weltkarte. Gutes Training zahlt sich eben aus.

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